Das schöne am Lernen einer Fremdsprache (und auch aller anderen Dinge) ist, dass das Wachstum des Wissens exponentiell verläuft. Der Anfang ist mühsam und man lernt jedes Wort quasi einzeln. Die Birkenbihl Methode oder das Lernen mit Filmen helfen einem dabei diesen Anfang möglichst einfach und schmerzfrei zu gestalten. Allmählich nimmt man dann Fahrt auf, wenn man den Focus auch auf das Sprechen legt – in der Klasse oder mit einem Tandem-Partner, so freut man sich, wenn man den ersten Satz oder das erste kleine Gespräch gesprochen und verstanden hat. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Gehirn auch weiter arbeitet, wenn man zwischendurch einmal zwei Wochen Pause macht – scheinbar werden in der Zwischenzeit neue Nervenbahnen angelegt und nach der Unterbrechung klappt das Sprechen und Verstehen noch besser. Wichtig ist also nur am Ball zu bleiben und sich nicht von kleinen Rückschlägen entmutigen zu lassen, oder sich zu anspruchsvolle Ziele zu setzen. Gerade am Anfang ist weniger oft mehr.
Später sieht das ganz anders aus. Für mich ist ein großer Schritt beim Erlernen einer Fremdsprache das Lesen. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man einen Zeitungsartikel mit Mühe oder beim Zweiten Lesen versteht, auch wenn man dazu das Wörterbuch braucht. Auch hier spielt die Zeit auf der Seite des Lernenden. Ab jetzt wird es immer leichter, bzw. weniger mühsam Zeitungsartikel zu lesen und immer mehr Dinge aus dem Kontext heraus zu verstehen. Ähnliches gilt natürlich auch für das Lesen von ...
Eine weitere gute Methode zum Sprachen lernen ist das Lernen mit Filmen. Eigentlich ist es ganz einfach: man schaut sich zunächst den Film auf der Fremdsprache mit deutschen Untertiteln an. Wenn man ihn nicht mit Untertiteln bekommen kann, kann man auch den Film zunächst auf Deutsch und dann nochmal in der Fremdsprache ansehen. Ich mache immer Abschnitte von einer halben Stunde. Wenn ich den Film auf der Fremdsprache angesehen habe, setze ich mich noch einmal hin und höre nur dem Ton zu, schließe meine Augen und stelle mir die entsprechenden Szenen vor. So werden dann die Wörter und Geräusche, die ich wiedererkenne mit Bildern verknüpft und ich weiß immer ziemlich genau, wo ich im Film bin, wenn ich den Ton höre. Als nächstes höre ich mir dann den Ton vom Film möglichst oft passiv an, wie es in der Birkenbihl-Methode praktiziert wird. Dann passiert nämlich Folgendes: nach einer gewissen Zeit erkenne ich einzelne Wörter aus dem schnell gesprochenen Text, wo ich zuvor nur Kauderwelsch verstanden habe. Gleichzeitig prägt sich die Sprachmelodie in mein Unterbewusstsein ein. Nach einer Woche oder so schaue ich dann noch einmal den Film mit Untertiteln und kann schon SEHR VIEL MEHR verstehen! Dann höre ich noch einmal eine Zeit lang passiv.
Auf diese Weise kann man in relativ kurzer Zeit viele neue Vokabeln lernen und muss dafür gar nicht viel Zeit investieren – einmal den Film anschauen, einmal mit geschlossenen Augen anschauen und das ganze dann noch ...
Ich wollte schon immer Französisch und Spanisch lernen, habe mir dazu über die Jahre verschiedene Sprachkurse gekauft oder in der Bibliothek ausgeliehen, aber bin nie wirklich weit gekommen. Seit einiger Zeit habe ich aber ein Spachtandem für Französisch und bleibe seitdem am Ball. Unterwegs habe ich einige sehr effektive Sprachlerntechniken entdeckt, die ich hier mal beschreiben möchte.
Sprachen Lernen mit der Birkenbihl Methode
Die Birkenbihl Methode stellt einen völlig anderen Ansatz dar, als die meisten klassischen Sprachkurse. Im Wesentlichen besteht sie daraus, dass man einen 1. Text ‘decodiert’, um ihn besser zu verstehen, 2. den Text aktiv hört, bis man ihn beim Zuhören versteht, 3. den Text sehr oft ‘passiv’ hört, d.h. ganz leise nebenbei, während man aufräumt, arbeitet, liest oder was auch immer macht. Das Zuhören geschieht unbewusst, man braucht also keine extra Zeit aufzuwenden. Schließlich (4.) setzt man sich dann mit dem Text auseinander, je nachdem ob man in der Fremdsprache nur sprechen, oder auch lesen und schreiben möchte mit verschiedenen Methoden.
Das Geheimnis dieser Methode ist zum einen das Decodieren: man übersetzt den Text Wort für Wort, bzw. er ist in einem Birkenbihl-Kurs mit Wort für Wort Übersetzung abgedruckt. Das sieht das etwa so aus:
The sun was shining while they walked along the water.
Die Sonne war (am) Scheinen, während sie gingen entlang das Wasser.
Auf diese Weise lernt man von Anfang an die sprezifischen grammatischen Strukturen der Fremdsprache mit. Gleichzeitig erspart man sich das Vokabellernen, was auch mit dem passiven ...